Fachthemem, Stift und Papier

Selbstorganisation

Zu den größeren Herausforderungen der Selbständigkeit zählt die Selbstorganisation. Schließlich gibt es hier keine Dienstanweisungen. Mein Arbeitsleben ist daher von den Terminen bestimmt, die ich mit meinen Kundinnen und Kunden vereinbart habe. Nach 20 Jahren Erfahrung in der Selbstorganisation als EPU möchte ich dieses Wissen gerne weiter geben. An Selbständige und Angestellte, Fach- und Führungskräfte, Jobeinsteiger*innen und erfahrene Arbeitskräfte.

Als eine Möglichkeit habe ich vor 3 Jahren die „Bullet Journal Methode“ entdeckt. Nach mehreren Experimenten nutze ich – nebst meinem Online-Kalender – einen selbst entworfenen Papierkalender für die Monatsplanung und das Bullet Journal für die Wochenplanung. Alle ToDos sammle ich auf EINER Liste. Diese Woche probiere ich die „Alistair Method“ aus.

Mehr zu diesem Thema wird es bald auf diesem Blog zu lesen geben. Gerne können sie auch zu einem meiner Seminare zur „Lustvollen Selbstorganisation“ kommen. Aktuelle Termine finden sie auf http://www.plicka.com.

Mann und Frau
Fachthemem

Begriffe

Gender

Gender ist das englische Wort für Geschlecht und bezeichnet die Geschlechtsidentität des Menschen als soziale Kategorie, z.B. im Hinblick auf Selbstwahrnehmung, Selbstwertgefühl oder Rollenverhalten. (Duden 2016)

Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming bedeutet die Verwirklichung der Gleichstellung von Mann und Frau unter Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Lebensbedingungen und Interessen (ebd). Dieser Punkt verdeutlicht einen wichtigen Faktor: es geht um die Gleichstellung, aber nicht zwangsweise die Gleichbehandlung der Geschlechter.

Die Geschichte des Gender Mainstreaming geht auf die ersten Frauenbewegungen zurück, beginnend im Zeitalter der Aufklärung und den Anfängen der bürgerlichen Emanzipationsbestrebungen zu Beginn des 18. Jahrhunderts. So forderte Olympe de Gouges bereits 1791 dieselben Rechte und Pflichten für Frauen ein, denn Aussagen zu Menschen- und Bürgerrechten berücksichtigten zu diesem Zeitpunkt nur Männer.

Historisch gab es – insbesondere seit der 2. Welle der Frauenbewegung in den 1960er Jahren – in Organisationen und größeren Unternehmen in Österreich häufig Frauenförderungsprogramme oder Frauenbeauftragte. Diese Stabstellen wurden, wie z.B. nach der Fusion der BA & CA, zur Grundlage für die Einführung von Diversity Management sowie die Ernennung von Diversity Beauftragten. Die Förderung einer bestimmten benachteiligten Gruppe – wie in dem Fall die Gruppe der Frauen – wurde im Zuge der Einsetzung von Diversity Management Konzepten auf weitere Anspruchsgruppen ausgeweitet.

Diversity

Im Kontext von Organisationen ist Diversität bzw. Vielfalt ein Begriff der Sozialwissenschaften, der die Unterscheidung und Anerkennung menschlicher Eigenschaften bezeichnet. In diesem Text wird vorwiegend der englische Begriff Diversity verwendet, der sich in der Praxis als Name für einen unternehmerischen Umgang mit Vielfalt durchgesetzt hat.

Grundlegend werden folgende Dimensionen der Vielfalt beleuchtet: Kultur (Ethnie), Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Behinderung, und Religion (Weltanschauung). Doch auch eine große Zahl weiterer, sozialisationsbedingter und kultureller Unterschiede wie Ausbildungsstand, Wohnort, Familienstand oder Arbeitsstil bedürfen der Aufmerksamkeit, wenn man sich mit Fragen des Diversity Managements in Unternehmen auseinandersetzt.

In diesem Zusammenhang spricht man von der Verschiedenheit, Ungleichheit, Andersartigkeit und Individualität, die durch zahlreiche Unterschiede zwischen Menschen entsteht. Die Vielfalt von individuellen Fähigkeiten, Erfahrungen, Kompetenzen und Qualifikationen der Organisationsmitglieder stellt einen Faktor der „human resources“ von Organisationen dar, der unternehmerische Strategien von Flexibilisierung und kontinuierlichem Lernen möglich macht. (Aretz, 2003)

Darüber hinaus zielt Diversity Management auf Chancengleichheit ab, die Vielfalt in der Mitarbeiterschaft wertzuschätzen, zu fördern und zu nutzen. (Engel/Hofmann, 2004)